Dachstuhlbrand in der Altstadt
(22.04.2004) - Bei einem Großbrand ist in der Nacht zu Donnerstag der Dachstuhl eines Einfamilienwohnhauses in der Verdener Altstadt völlig zerstört worden. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an Fahrzeugen und Personal aus. Erschwert wurden Anfahrt und Löscharbeiten durch enge Straßen und eine dichte Bebauung.
Die ersten Notrufe gingen gegen 00.19 Uhr bei der Feuerwehrleitstelle ein. Zunächst meldete eine Anruferin eine verdächtige Rauchentwicklung, ohne nähere Angaben machen zu können. Auch in weiteren Meldungen konnten Zeugen nur einen Brand im Bereich der Oberen Straße melden, jedoch nicht sagen, was genau brennt. Die zunächst nur über Funkmeldeempfänger alarmierte Ortsfeuerwehr Verden musste sich den tatsächlichen Einsatzort in der völlig verqualmten Innenstadt suchen, ein deutlicher Feuerschein wies schließlich den Weg in die Straße "Sandberg". Nachdem das Ausmaß des Brandes deutlich wurde, alarmierte der Leitstellen-Disponent über die Sirenen im Stadtgebiet zusätzliche Kräfte der Feuerwehr. Auch der Rettungsdienst rückte mit drei Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeugen aus, nachdem Augenzeugen noch mehrere Personen in dem brennenden Gebäude vermuteten.
Die Bewohner sowie Nachbarn konnten jedoch rechtzeitig gewarnt werden und ihre Wohnungen noch vor Eintreffen der Feuerwehr verlassen. Mitglieder der DRK-Fachgruppe Rettungsdienst betreuten einen geschockten Nachbarn, eine Behandlung war jedoch nicht nötig.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte der Dachstuhl des Wohngebäudes schon in voller Ausdehnung. Die direkt angrenzenden Wohnhäuser waren unmittelbar gefährdet. Mit vier Rohren, darunter einem über die Drehleiter, gelang es den Einsatzkräften den Brand unter Kontrolle zu bringen und eine Ausbreitung zu verhindern. Um alle Brandnester bekämpfen zu können, mussten die Dachpfannen des Hauses abgetragen werden. Zur Unterstützung der Löscharbeiten wurde die Ortsfeuerwehr Hönisch-Hutbergen nachalarmiert. Ebenso rückten von der Feuerwehrtechnischen Zentrale der Groß-Einsatzleitwagen sowie ein Schlauch- und Gerätewechselwagen aus. Insgesamt kamen rund 60 Feuerwehrleute mit 14 Fahrzeugen zum Einsatz.
Problematisch erwies sich die Lage des Einsatzortes. Zwar konnte ein Teil der schweren Löschfahrzeuge die enge Straße befahren, jedoch mussten die Fahrer zentimetergenau rangieren, um den Brandort zu erreichen. Eine alte Stadtmauer erwies sich zudem als Hindernis, da die Feuerwehrleute nur umständlich alle Seiten des Hauses erreichen konnten.
Der Einsatz konnte gegen 3.30 Uhr beendet werden. Auslöser des Brandes war nach ersten Ermittlungen offenbar ein technischer Defekt im Dachstuhl. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.






