Dachstuhl-Vollbrand gerade noch verhindert
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(26.02.2011) - Die frühzeitige Entdeckung und der schnelle Einsatz der Feuerwehr haben am frühen Samstagmorgen einen Dachstuhl-Vollbrand in einem Wohnhaus in Borstel verhindert. Im Bereich einer Terrasse des Gebäudes "Im Eichengrund" brannte unter anderem eine Pergola, die Flammen griffen auf das Wohnhaus über. Buchstäblich im letzten Moment konnte das Feuer gestoppt werden.
Gegen 6.20 Uhr ging zunächst der Notruf eines Anwohners aus der Borsteler Dorfstraße ein, der ein brennendes Gebäude meldete. Noch während die ersten Kräfte auf der Anfahrt waren, folgten weitere Anrufe. Dabei wurde auch "ein riesiger Feuerschein" gemeldet. Der Einsatzleiter veranlasste vorsorglich die Erhöhung der Alarmstufe ("Brand 3"), sodass im Stadtgebiet auch die Sirenen heulten. Ein Groß-Einsatzleitwagen rückte von der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus an, außerdem vorsorglich ein Rettungswagen des DRK. Insgesamt kamen seitens der Feuerwehr rund 45 Kräfte mit elf Fahrzeugen zum Einsatz.
Die Hausbewohner konnten das Gebäude selbstständig verlassen. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen im rückwärtigen Hausbereich eine Pergola und darunter abgelegte Gegenstände in Vollbrand. Die Flammen hatten auch einen holzvertäfelten Rolladenkasten erfasst und griffen unter dem Dachüberstand auf die Balken und Sparren des Dachstuhles über. Außerdem brannten ein Sichtschutzzaun sowie Buschwerk und ein Baum. Zwei Trupps, mit Atemschutz ausgerüstet, nahmen die Brandbekämpfung im Außenangriff auf und konnten das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. Ein Erkundung innerhalb des Gebäudes ergab: Die Flammen hatten noch nicht in den Wohnbereich übergegriffen. Um die erforderlichen Nachlöscharbeiten durchführen zu können, mussten die Dachpfannen teilweise aufgenommen werden.
Kurz vor 8 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Gegen 10.30 Uhr fand sicherheitshalber eine geplante Nachkontrolle der Brandstelle durch die Besatzung eines Tanklöschfahrzeuges statt.
Nach Ermittlungen der Polizei Verden hatte es zuvor in dem Wohnhaus eine Feier gegeben, in deren Verlauf ein Gast des Hauses verwiesen wurde und anschließend mit einem Feuer gedroht hatte. Im Laufe der Fahndung nach dem Tatverdächtigen, erschien dieser erneut am Brandort und bedrohte einen der geschädigten Bewohner. Der 34-jährige Tatverdächtige wurde durch die noch am Brandort befindlichen Beamten der spezialisierten Tatortgruppe der Polizei Verden sowie die Geschädigten überwältigt und konnte anschließend festgenommen werden. Das Feuer richtete einen Schaden von rund 10.000 Euro an. Der Zentrale Kriminaldienst der Polizei Verden hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.






