Brand in Trafostation
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(13.05.2010) - Ein Brand in einer Trafostation an der Weserstraße hat am Donnerstagabend zahlreiche Kräfte der Verdener Feuerwehr sowie Mitarbeiter der Stadtwerke in Atem gehalten. Aufgrund der großen Eigengefährdung, die bei einer Brandbekämpfung in stromführenden Anlagen auftreten kann, ging die Feuerwehr nur unter größter Vorsicht und mit einer speziellen Löschtechnik vor.
Gegen 22.30 Uhr war zunächst eine Rauchentwicklung aus der Trafostation festgestellt worden. Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle alarmierte die Ortsfeuerwehr Verden und verständigte die entsprechenden Notdienste der Stadtwerke. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Feuerwehr den Nahbereich in der Weserstraße, leuchtete die Einsatzstelle aus und ging löschbereit in Stellung - griff aber zunächst nicht ein. Anwohner teilten der Feuerwehr mit, dass der Strom in ihren Wohnungen ausgefallen sei, unmittelbar darauf meldete dies auch die Aller-Weser-Klinik an der Sedanstraße. Einsatzleiter Frank Becker ließ vorsichtshalber die Alarmstufe erhöhen und weitere Kräfte in Marsch und Bereitstellung setzen.
Nachdem ein Stadtwerke-Mitarbeiter an der Einsatzstelle eingetroffen war und die Tür zur Trafostation geöffnet hatte, ging ein Atemschutztrupp vor. Die Männer setzten ein so genanntes "Schneerohr" ein, aus dem (eiskalt und weiß) Kohlendioxid als Löschmittel ausgebracht wird. Die Verdener Feuerwehr hält einen speziellen Anhänger vor, auf dem in vier Gasflaschen 120 Kilogramm Kohlendioxid gelagert sind. In erster Linie für Brände in spannungsführenden Anlagen, in denen aufgrund der Gefahr von Spannungsüberschlägen nicht mit Wasser gelöscht werden darf. Nach wenigen kurzen Sprühstößen war der Brand gelöscht, im Anschluss entrauchten die Einsatzkräfte das Gebäude mit einem speziellen Lüfter.
Gegen 23.40 Uhr konnte die Feuerwehr ihren Einsatz vor Ort beenden und die weiteren Maßnahmen den Stadtwerke-Mitarbeitern überlassen. Im Einsatz waren 24 Feuerwehrleute mit sechs Fahrzeugen und zwei Anhängern.



