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Binnenschiff treibt führerlos auf der Weser

(14.05.2008) - Nach dem plötzlichen Tod des Kapitäns trieb ein mit Verpackungsmaterialien beladenes Binnenschiff aus Buxtehude am Mittwochnachmittag für kurze Zeit führerlos auf der Weser. Nach Angaben der Polizei war der 55-Jährige an Bord eines natürlichen Todes gestorben.

Gegen 14 Uhr war ein Notruf bei der Wasserschutzpolizei eingegangen, dass auf der Weser zwischen Achim und Langwedel ein führerloses Binnenschiff treiben würde. Der Kapitän sei bewusstlos, hieß es. Daraufhin wurde ein Großaufgebot von Rettungskräften in Marsch gesetzt. Neben Wasserschutz- und Landespolizei waren auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Achim, Uesen, Thedinghausen und Verden sowie von DRK und DLRG im Einsatz.

Noch vor dem Eintreffen der ersten Hilfskräfte gelang es der Besatzung eines anderen Schiffes, ein Quertreiben des führerlosen Binnenschiffes in Höhe des Hirtenhauses Mullwerder zu verhindern. Der 19-jährige Matrose an Bord hatte bereits die Maschinen gestoppt. Weil das Schiff vorher immer langsamer geworden und schließlich auf Grund gelaufen war, war er auf den Notfall aufmerksam geworden, hatte seinen bewußtlosen Kapitän im Steuerhaus vorgefunden und den Notruf abgesetzt. Für den 55-Jährigen kam allerdings jede Hilfe zu spät. Ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Mit Hilfe eines Ersatzkapitäns konnte das Schiff geborgen werden.

(Text/Informationen: Polizeiinspektion Verden/Osterholz)

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